Bekanntgabe & Veröffentlichung

Die offiziellen Veröffentlichung der Potentialanalyse erfolgte auf der Beach&Boat im Februar 2012.

Für alle Interessenten war die vollständige Potentialanalyse jedoch online zum Download auf der Internetseite vom Grünen Ring Leipzig zu finden. Derzeit ist diese Internetseite jedoch temporär nicht erreichbar - wir informieren natürlich, wenn sie wieder online st.

Unsere Meinung dazu ...

Mit der vorliegenden Potentialanalyse wurde erstmals in den letzten 35 Jahren das Projekt der Kanalfertigstellung untersucht. Dennoch gibt es einige Punkte, in denen wir als Förderverein das eine oder andere Detail anders beurteilen. Und sicher gibt es noch weitere Punkte, die zu nennen wären, als die wenigen Hier aufgeführten.
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3.4.5 Dimensionierung

In der Potentialanalyse wird die Verringerung des Kanalquerschnittes vorgeschlagen. Dies lehnen wir grundsätzlich ab, da auch beim Ausbau des bislang unvollendeten Kanalabschnittes (mit Ausnahme des SHW) sehr weitsichtig auch der Verkehr von größeren (Fracht- u. Flusskreuzfahrt) Schiffen berücksichtigt werden sollte. Im Fall einer Fertigstellung mit verringerter Breite und Tiefe wäre der Kanal später nur mit unvergleichlich großem Aufwand veränderbar.
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3.5 Trassenvarianten

In Bezug auf den Trassenverlauf werden in der potentialanalyse mehrere Varianten und Möglichkeiten beleuchtet.

Kanalkilometer 0,00 bis ca. 2,65

Wir schlagen die Anbindung an die Saale in Kilometer 120,4 vor (alter vorgesehene Anschluß). Vom Saaleanschluß schlagen wir eine nördliche Umgehung der alten Kanaltrasse bis etwa zur Höhe des oberen Vorhafens vor. Wir vermeiden damit eine Beeinträchtigung der jetzt bestehenden sensiebelen Bereiche im ehem. unteren Vorhafen und haben Baufreiheit für das neue Schiffshebewerk.

Kilometer 2,65 bis 7,55

Nach unserer Meinung ist bei einer Kanalvollendung in diesem Abschnitt die einzig sinnvolle Trasse die ALTE TRASSE von 1943. Die alte Kanaltrasse ist bis Heute Bundeswasserstraße, somit entfallen Landkäufe. Zudem ist es die kürzeste Trasse.
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3.6.1.1. Wasserbau

Kanalquerschnitt = siehe 3.4.5 Dimensionierung
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3.6.1.4. Ingenieurbau

Brücken:
In der Potentialanalyse wird vom Neubau von sechs Brücken ausgegangen.
Wir halten dagegen nur den Neubau von drei Brücken für notwendgig. Das wären a) die Straßenbrücke der L-183 nahe Kreypau; b) die Straßenbrücke der L-143 Wallendorf-Schladebach und c) eine Feldwegquerung etwa im Kanal-Kilometer 3,4.

Gräben und Bäche:
Die Potentialanalyse schreibt, das vier Gräben und Bäche die Kanaltrasse queren.
Tatsächlich unterquert ein Bach die Trasse im Kilometer 5,43 mittels eines Dükers. Der Floßgraben im Bereich Wüsteneutzsch ist Heute trocken, benötigt also kein Querungsbauwerk. Im Kanalkilometer 1,64 kreuzt "Der Bach" die Kanaltrasse, der in neuer Trasse gedückert die untere Kanalhaltung queren muss. Weitere Querungen der Vorflut sind nicht notwendig.
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4.3.1 Hochwasserschutz

Die in der Potentialanalyse genannten Punkte zum Thema Hochwasserschutz betreffen nur teilweise den Saale-Elster-Kanal. So sind die Gedanken zu den Kiesteichen Schladebach nicht in direktem Zusammenhang mit einer Vollendung des Kanals.
Wohl aber die Möglichkeit, die massiven Hochwasserprobleme in der Gemarkung Kreypau, Wüsteneutzsch und Wölkau durch eine sinnvolle Einbeziehung der unteren Kanalhaltung (Saaleniveau) zu entschärfen. Dieser Punkt wurde in der Potentialanalyse nicht ausreichend beleuchtet.
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4.3.2 Energie

In der Potentialanalyse wird der Bau eines Pumpspeicherwerkes an den Schladebacher Kiesteichen vorgeschlagen.
Die Errichtung eines solchen halten wir für nicht erstrebenswert.
Vielmehr bietet sich die Errichtung eines temporär(!) betriebenen Laufkraftwerkes im Bauwerk des SHW geradezu an. Hier könnten zu den Spitzenverbrauchszeiten bei einer Durchflussmenge von 5 qm/sek. und einer Fallhöhe von 22 Meter ca. 1 MW Elektroenergie pro Stunde erzeugt werden. Die Auslastung einer solchen Wasserkraftanlage läge bei ca. 75% im Jahr.

Das Thema Photovoltaikanlage wird in der Potentialanalyse nur angeschnitten.
Konkret steht an der Südseite der oberen Vorhafens (alte Kanaltrasse) eine Fläche von 12.500 qm für diese Zwecke zu Verfügung.
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Völlig außer Acht gelassen wurde die Möglichkeit, im direkten Umfald des SHW eine Entlastungsanlage für die obere Kanalhaltung vorzusehen.

by Saale-Elster-Kanal Förderverein e.V.